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Da steht auf über 140 Quadratmetern Plakatfläche drei Mal „Ich liebe dich.“ Unterzeichnet mit „GOTT“. Was soll das?

 

Kontaktbörse für Singles

Dieses Plakat ist eine Kontaktbörse für Singles, für ganz besondere Singles. Für junge und ältere, für verheiratete und unverheiratete, verliebte und enttäuschte, für religiöse und unreligiöse, für christliche und atheistische Singles, für alle eben, die keine Beziehung zu Gott haben und sich dennoch nach Gott sehnen.

Das gibt es: Allein ohne Gott in der Welt. Tag und Nacht, bei der Arbeit und in der Freizeit, in guten und in schlechten Zeiten, im Leben und beim Sterben - eben ohne Gottesbeziehung. Oft auch zu Zweit allein in der Welt – ohne Gott. Der christliche Glaube ist eine „Liebesbeziehung“. Gott hat sie begonnen und nun sollen es möglichst viele Frauen und Männer und junge Leute erfahren. Niemand soll ein Single ohne Gott bleiben müssen.

 

Eine ganz besondere Liebesbeziehung

Das dreifache „Ich liebe dich“ Gottes ist kein Märchen, auch kein Scherz, wohl aber eine erfreuliche und ausgesprochen „coole“ Erfahrung. Es könnte die Initialzündung für ein total verändertes Leben werden. Endlich nicht mehr ohne Gott in der Welt. Wenn Sie ein Glaubens-Single sind: Es gibt eine persönlich erfahrbare Beziehung zu Gott. Keine Beziehungskiste, doch eine Liebesbeziehung ganz besonderer Art. Wer sie kennt, will ohne sie nie mehr sein.

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ Das lässt Gott durch den Propheten Jeremia seinem untreuen Volk sagen. Als der so genannte Verlorene Sohn von Lukas 15 sich endlich entschließt wieder nach Hause zu gehen, kommt ihm der Vater durch die offene Tür seines Hauses entgegengelaufen, nimmt ihn in die Arme und küsst ihn. Und der Junge riecht nicht nach Parfüm, sondern eher nach Ammoniak. Er war ja zuletzt bei den Schweinen gelandet, nachdem er alles in den Bars und Bordells seiner Zeit durchgebracht hatte.

 

Gott hat Sehnsucht nach uns

Diese Beispielgeschichte hat Jesus erzählt, um Mut zur Rückkehr zu Gott zu machen. Gott hat Sehnsucht nach uns. Er ist der suchende Gott und hört nicht auf zu suchen, bis er uns gefunden hat. Das ist ein Fest! Wie in dieser Geschichte, die Jesus erzählt hat, richtet der Vater ein großes Fest aus. Eine Riesen-Glaubens-Party. Dieser Gott sagt: „Ich liebe dich.“ Einen anderen Gott kennen die Christen nicht. Doch wie hat er gelitten, der Vater, als der Sohn sich in der Ferne herumtrieb. Dieses Leiden haben wir verursacht, wir Singles ohne Gott in der Welt.

Gott ist Liebe“ steht im Neuen Testament. Damit ist nicht gesagt, dass Gott hin und wieder jemanden liebt, der ihm sympathisch ist und den anderen verachtet und verstößt. Gemeint ist, dass Gott in Summe Liebe ist. Er liebt nicht nur, er ist Liebe. Damit es klar ist: Das bedeutet nicht, die Liebe ist Gott, also jede Art von Menschenliebe, Tierliebe, Kunstliebe, etwa die Liebe zum Klavier, nein, das ist es nicht, sondern ganz anders und viel tiefer und reicher. Wie denn?

Das Christentum ist eine Religion der Liebe“, ein netter Satz, doch so einfach ist es nicht. Weil das allgemeine Christentum - wie alle Welt auch - eine Ansammlung von Menschen ist, die alle tolle „Sünder“ sind. Das stört mächtig und zerstört millionenfach die Liebe.

 

Sünde ist Distanz zu Gott

Mit dem Wort „Sünde“ ist nicht das gemeint, was 90 Prozent darunter verstehen, sondern ein Leben in der Distanz zu Gott, in der Gleichgültigkeit gegenüber Gott. Sünder sind Menschen, die sich abgesondert haben von Gott. Das ist unser aller Grundproblem und hat noch nichts mit Moral zu tun. Es ist eine Existenzbeschreibung für den Menschen in seiner Beziehung zu Gott, nicht die Summe mangelnder Moral.

Aus dieser Grundhaltung kommen dann „die Sünden“, die wir produzieren, die wir anstellen. Aber auch sie sind nicht identisch mit dem, was Moralisten sich vorstellen. Sünden sind Verhaltensweisen, die uns selbst und anderen nicht gut tun. Sünden sind menschenverachtende Taten und Unterlassungen. Sünden sind asoziale Gemeinheiten, Lug und Betrug. Sünden haben es nicht nur mit der hier viel zitierten Sexualmoral zu tun, sie sind die Ursache für Kriege und zerbrochene Ehen und Familien. Sie können auch uns selbst buchstäblich krank machen, weil wir gegen die Grundwahrheit leben, dass wir zu Gott gehören. Wir wollen uns nicht lieben lassen, das ist die Ursünde mit allen ihren Folgen.

 

Gottes Liebe und das Kreuz

Und genau hier steht das Kreuz, an dem Jesus Christus starb, hoch aufgerichtet mitten in der Welt, auch vor meinen Augen. Ich müsste mich vor Gott und jedem Leser schämen, wenn ich diese tiefe und schwere Wahrheit jetzt verschweigen würde. Warum dieser Aufwand mit dem Kreuzestod Jesu? Weil unsere Situation vor Gott zu verzweifelt, zu verloren war. „Gott ist Liebe“ ist kein sentimentaler Satz, kein weiches Ruhekissen, es ist ein mit dem Kreuz Christi schwer beladener Satz. Das also ist die Liebe des Vaters zu seinen verlaufenen und verlorenen Töchtern und Söhnen auf dieser Erde. Er will sie nicht verlieren, sie sollen nicht verloren sein. Er setzt alles für sie ein. „Er ließ’ sein Bestes kosten.“

Diese Töchter und Söhne lesen heute die „Frankfurter Allgemeine“, die „Süddeutsche Zeitung“, vielleicht auch BILD, sie gehen ins Theater, sind Geschäftsleute, Firmeninhaber, Soldaten, oder auch Taxifahrer, Studienräte und Studienrätinnen. Es handelt sich nicht nur um Callgirls und deren Kunden, um die auch, doch ebenso um Ärzte, Polizeibeamte, Theologen und Philosophen, Minister und Generaldirektoren, auch mein italienischer Friseur ist dabei und ich, sein Kunde. Es geht um junge Menschen, die in Köln beim Weltjugendtag sind oder waren. Es geht um alle und jeden.

 

Versöhnung ist unterwegs

Und da steht das Kreuz Christi mitten in der Welt der Singles, die Liebe suchen und dringend brauchen. Der Triumph des Gekreuzigten muss ausgerufen werden. Der Brief des Paulus an die Römer hat alle Manifeste und Philosophien, die es je auf dieser Erde gab, in ihrer Wirkung weit übertroffen und überdauert. Er ist die Quelle von Glaubens-Revolutionen, die unsere Welt gezeichnet haben. Revolutionen der Herzen und Gedanken, der Gesinnungen und der Taten, Revolutionen der Vergebung, Gott vergibt uns und wir vergeben einander. Versöhnung ist unterwegs.

 

  

Christus starb für uns, als wir noch Gottes Feinde waren. Damit hat Gott uns gezeigt, wie sehr er uns liebt.“

(Brief an die Römer, Kapitel 5, Vers 8)

Als wir noch Gottes Feinde waren, hat Gott durch den Tod seines Sohnes unsere Feindschaft überwunden.“

(Brief an die Römer Kapitel 5, Vers 10)

Ich bin gewiss, dass uns nichts von dieser Liebe trennen kann. Es gibt in der ganzen Welt nichts, was uns jemals von Gottes Liebe trennen kann.“

(Siehe Brief an die Römer, Kapitel 8, Vers 38+39)

Die Hölle ist ausgebrannt für den, der sein Vertrauen auf diese Wahrheit setzt. Wer so geliebt ist, muss doch reagieren, oder? Ich antworte stotternd und glücklich: „Ich liebe dich, mein Gott.“

 

Johannes Hansen




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