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Die Landnahme:
Gott bestätigt seine Zusagen
Es ist ein langer Weg, den Israel von der Flucht aus Ägypten bis zu seiner Ankunft in dem von Gott verheißenen Land Kanaan gehen muss. Eine vierzigjährige Wüstenwanderung für eine Distanz, die unter normalen Umständen in wenigen Wochen zu bewältigen gewesen wäre. Warum dieses jahrzehntelange „Auf-der-Stelle-Treten“? Die in den biblischen Texten gegebene Antwort ist eindeutig. Es ist der fortwährende Ungehorsam des Volkes, die andauernde Unzufriedenheit mit den Lebensumständen in der Wüste, auf die Gott mit der Verzögerung der Einwanderung nach Kanaan reagiert. So stirbt eine ganze Generation darüber hinweg, ohne das von Gott verheißene Land je betreten zu haben. Und auch Mose, der zwar vom Berg Nebo einen Blick in das Land jenseits des Jordan tun darf, muss zurückbleiben und stirbt in der Wüste. Aber auch noch aus einem anderen Grund gestaltet sich die Einwanderung nach Kanaan so schwierig. Denn dieses Land ist ja nicht menschenleer. Es leben dort viele Völkerschaften, organisiert in etlichen Stadtstaaten, die jeweils einen eigenen König haben. Diese Völker waren den Israeliten, dem ursprünglichen Nomadenvolk und zuletzt jahrhundertelang versklavt, in ihrer Zivilisation, Kultur und Technik weit überlegen. Aus der Sicht der armen Wüstennomaden erschien Kanaan, dieser ca. 200 km lange und 80 bis 100 km breite Küstenstreifen am Mittelmeer, wie ein Land, in dem Milch und Honig fließen, d.h. wie ein Schlaraffenland. Und als Mose durch eine Reihe von Männern heimlich das verheißene Land auskundschaften lässt, sinkt dem Volk angesichts ihrer Berichte über die Stärke der dort lebenden Völker und ihrer befestigten bzw. bewaffneten Städte der Mut. Nur Josua und Kaleb halten an den Verheißungen Gottes fest und rechnen mit seinem wunderbaren Eingreifen. Josua ist es dann auch schließlich, den Gott selbst zum Nachfolger Moses bestimmt und der jetzt die Geschichte Gottes mit Israel fortführt, bis es schließlich im verheißenen Land zur Ruhe kommt. Das Buch Josua schildert die entscheidenden Ereignisse der Landnahme, die von erstaunlichen Wundern begleitet ist. Es enthält im zweiten Teil eine umfassende Darstellung über die Aufteilung des Landes an die zwölf Stämme Israels. Mit protokollarischer Sorgfalt wird festgehalten, „dass nichts dahingefallen war von all dem guten Wort, das der HERR dem Hause Israel verkündigt hatte. Es war alles gekommen“. (Josua 21,45)
Klaus Jürgen Diehl |
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