Ein Satz
für 365 Tage
Eine säkulare Kommission wählte vor kurzem „Finanzkrise“ als das Wort des Jahres 2008. Der krachende Zusammenbruch des Bankensystems auf unserer Erde gab dafür den Anlass. Seit 1934 wählen die Kirchen und Christen für jedes neue Jahr einen Satz aus der Bibel, der die Menschen das Jahr über begleiten soll, die „Jahreslosung“. Der Text für das neue Jahr stammt aus dem Lukas-Evangelium, Kapitel 18, 27: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist möglich bei Gott.“ Seltsam genug, dass dieser bereits vor einigen Jahren ausgewählte Text ausgerechnet aus der Erzählung über den „reichen Jüngling“ stammt, der mit seiner Suche nach Gott in eine ganz persönliche „Finanzkrise“ geriet.
Er stellt Jesus öffentlich die Frage: „Was muss ich tun, damit ich das ewige Leben ererbe?“ Jesus verweist ihn auf die 10 Gebote. Sehr überzeugt sagt darauf der junge Mann, dass er sie alle von Jugend an gehalten habe. Alle Achtung! Wer kann das schon von sich sagen. Er war ein starker Mann vor Gott. Jesus erkennt offenbar, dass dieser moralisch tapfere Mann sich den Weg zu einem bleibenden Verhältnis – „zum ewigen Leben“ – erarbeiten wollte. Aber die Unsicherheit ist geblieben. Reicht das? Muss ich mehr tun?
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