Das Ja zum Glauben
Ohne Entscheidung kann niemand glauben
Hoch über dem Marktplatz war an zwei Masten ein Seil gespannt. Unten standen viele Menschen, die gespannt den Artisten zuschauten, die dort oben ihre Kunststücke zeigten. Sie balancierten mit Stöcken, jonglierten mit Bällen und machten kühne Sprünge. Die Menge klatschte begeistert Beifall und man rief „Bravo! Bravo!“ Unten ging ein Clown umher und sammelte in einem Zylinder Geld ein und man gab reichlich. Da erhob ein Artist oben auf dem Seil die Hand und bat um Stille. Ob man glaube, dass er in einer Schubkarre Lasten von hier nach dort transportieren könne, fragte er. Ja, riefen die Zuschauer. Dann fuhr er einen Sack Kartoffeln über das Seil. Ob man ihm auch zutraue, einen Menschen in der Karre über das Seil zu schieben. Da erhob sich großes Geschrei. „Ja, ja, mach es“, riefen die Leute. Darauf sagte er zum lautesten Schreihals: „Kommen Sie doch auf die Plattform herauf, ich fahre sie über das Seil.“ Der Mann wurde blass und verdrückte sich gebückt in der Menge. So persönlich hatte er es nun doch nicht gemeint.
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