Der Glaube
im Darwin–Jahr.
Ich nahm zwei junge Leute mit, die als Anhalter an einer Auffahrt zur Autobahn standen. Beide aus Wien, er studierte im Bereich der Naturwissenschaften, sie in Kultur und Kunst. Als er merkte, wer ich bin, ging es los: Eine Frage jagte die andere. Ein großer Teil des langen Gespräches konzentrierte sich darauf, ob man glauben müsse, dass Gott die Welt in sieben Tagen von je 24 Stunden erschaffen und den Menschen per Hand aus Lehm geformt habe, um ihm dann „den Odem des Lebens“ in die Nase zu blasen. Irgendein Christ hatte ihm gesagt, das müsse man einfach so glauben, weil die Bibel Gottes Wort ist und von Gottes Geist inspiriert sei. Der Student aus Wien spottete nicht, er fragte positiv nach dem Verstehen der Worte und Erzählungen im Buch Genesis, gleich auf den ersten Seiten der Bibel.
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