Die Bibel sollte kein Buch mit sieben Siegeln sein. Sie finden hier eine Serie, die Sie zu den wichtigsten Stellen der Bibel führt. Von Adam und Eva bis zur Offenbarung geht es auf eine Entdeckungs-Reise durch die Bibel. (>>>Übersicht<<<)
Das Storyboard
Eine alte Geschichte neu erzählt. Diese alte Geschichte erzählt, wie die damalige Welt in einer riesigen Wasserflut unterging. Sie berichtet, wie es dazu kam und warum damit doch nicht alles zu Ende war. Genau genommen ist dies nicht die Geschichte einer Katastrophe, sondern die Geschichte einer Rettung.
Der Glaube der Christen ist ein denkender Glaube. Das macht ihn für mich zusätzlich so spannend und interessant. Im Unterschied zu anderen religiösen Neigungen, die mehr über das Gemüt gehen und im Gefühlsquark enden. Was es durchaus auch im christlichen Bereich gibt. „Ich finde meinen Gott im Wald“, sagte jemand und der andere: „Dann passe nur auf, dass dein Gott dir nicht auf den Kopf fällt“. Gott ist kein Berg-, Wald- und Wiesen-Gott. Davor bewahre uns der Lebendige selbst. Doch Gott ist auch keine Formel, wie man sie in der Mathematik kennt, er ist der Gott des Lebens, der sich über seine Schöpfung freut und seine Freude mit seinen Menschen teilen will. Die Vögel haben es vielleicht schon begriffen. Sie zwitschern und jubilieren zurzeit in den Bäumen, dass es eine Lust ist.
„Lebens–Lust“ hat der bekannte Arzt, Psychotherapeut und Theologe Manfred Lütz sein Buch genannt, in dem es ihm um die Rehabilitation der Lust im umfassenden Sinne geht, wobei er hart gegen die Lügen der Plastikgesellschaft vorgeht, in der die Gesundheit zum Lebenskult und teuren Götzen gemacht wird. Genau das macht krank, habe ich bei dem Autoren gelernt, dem es nun wirklich um Gesundheit geht, doch sie soll „ganzheitlich“ sein. Also den ganzen Menschen umfassen. Hier hat der Glaube den zentralen Platz, von dem alles ausgeht.
Glaubens–Lust klingt jedoch für viele Ohren seltsam. An Gott glauben, gläubig sein, in einen Gottesdienst gehen, kann nach Meinung vieler nur mit Kategorien aus dem System des Ernstes und der seelischen Unterwerfung beschrieben werden. Welch ein krank machender Nonsens.
Dein Ohr, Gott, mein Kinderwunsch in deinem Ohr. Der du Gott bist, bist du Hörer des Wortes, Hörer der Welt, Hörer der Schöpfung. Nicht schläfst du, nicht schlummerst du. Also keine Ausreden, Allmächtiger, kein Gehörsturz angesichts dramatischer Entwicklungen auf Erden.
Das Geschrei und Gesummse, das Trampeln auf Gefühlen und Pochen auf Recht kannst du gar nicht überhören. Mehr noch, das Ungesagte und Unausgegorene hörst du auch, mein Flüstern und Lispeln, meine Wiederholungen und Unverschämtheiten, alles.