Brauchen Sie eine Brille?
Eben sagt mir jemand, er sei in einer Runde von zehn Leuten gewesen und habe festgestellt, dass acht davon eine Brille auf der Nase hatten. Ein erstaunlich hoher Prozentsatz. Es ging bei dieser Beobachtung um das optische Sehen, das Sehen mit unseren Augen. Doch es gibt auch das innere Sehen, mit dem es Probleme geben kann, wenn wir anfangen selektiv zu sehen. Wir sehen einen Menschen dann durch die Brille unseres Vorurteils. Wir betrachten und beurteilen ihn aus einem negativen Blickwinkel und blenden die guten Seiten dieses Menschen aus. Ähnlich können wir es mit unserer Weltsicht machen. Wir betrachten alles aus einer prinzipiell pessimistischen Sicht und werden blind für so viel Schönes auf dieser Erde. So kann es einem Menschen mit Gott, mit Jesus Christus und mit dem Glauben gehen. Ich habe ungezählte Gespräche mit Menschen geführt, die wie hinter herabgelassenen Jalousien mit ihren gut gepflegten Zweifeln im Dunklen saßen. Nicht wenigen von ihnen gingen die Augen auf und sahen alles ganz neu. Offenbar brauchen wir eine innere Heilung der Augen unseres Geistes und unserer Gefühle. Dass wir Gott und die Welt und die Menschen um uns mit neuen Augen sehen.
Im Evangelium steht die Geschichte von der doppelten Heilung eines Blinden. Freunde brachten einen Blinden zu Jesus und baten Jesus, dass er ihn anrühre.
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