Frohe Pfingsten
Pfingsten ist ein Freudenfest. Wer die Worte über den Heiligen Geist im Neuen Testament liest, wird es rasch merken. Vor allem im temperamentvollen Bericht, den der Arzt Lukas am Anfang der Apostelgeschichte erzählt hat. Von Wind und Feuer ist die Rede, ekstatische Begabungen explodieren sozusagen. Die Gläubigen reden in anderen Sprachen, die von den Touristen aus den Völkern verstanden wurden. Manche meinten gar, dass die „Begeisterten“ zu viel Wein getrunken hatten.
Mit der Freude haben die Christen heute nicht selten Probleme. Sie sitzen in Holzbänken, haben Kniestützen für das Gebet vor sich. Sie sehen ständig nach vorne, denn dort geschieht offenbar, was den Gottesdienst ausmacht. Sie selbst singen und beten und bekennen in einer geordneten Liturgie, die Regie führt der Pfarrer ganz vorne. So wird es empfunden. Der heilige Geist ist jedoch nicht nur einigen Auserwählten, sondern allen Christen geschenkt. Und nicht nur für den Gottesdienst, sondern für das ganze Leben. Der Geist Gottes schenkt Gewissheit, er führt die Christen zusammen, er macht sie zu Botschaftern des Evangeliums, er erfüllt sie mit Freude. Auch unter ungünstigen Bedingungen ist er bei ihnen.
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