Ein Buch,
in dem ich leben kann.
Es soll Menschen in unserem Land geben, die kein Buch zur persönlichen Lektüre besitzen. Ich las diese Meldung in der Zeitung, das Ergebnis einer demoskopischen Umfrage. Doch gibt es ein Buch, das jeder Mensch besitzen sollte. Es ist ein ganz besonderes Buch, ein Buch, in dem man leben kann. Die Bibel ist dieses „Buch der Bücher“. Ich lebe in ihr wie in einem Haus des Glaubens. Seit meinem 18. Lebensjahr lese ich sie täglich. Sie hat mein Leben entscheidend verändert.
Deshalb mein Vorschlag: Nehmen Sie dieses Buch und lesen Sie es einmal drei Monate lang täglich. Versuchsweise, wie bei einem Experiment. Tun Sie es neugierig, öffnen Sie sich für Überraschungen. Und dann prüfen Sie, ob diese Praxis spurlos geblieben ist. Ich habe Menschen getroffen, die durch die Bibel im Kern ihres Lebens verwandelt wurden.
Ich nenne ein paar Räume im Haus der Bibel. Da ist der Raum der Stille, in dem Sie mit den Psalmen das Beten lernen. Es gibt ein Arbeitszimmer, in dem wir uns durch die Briefe der Apostel hindurch arbeiten. Hier gilt es zu lernen, welche Bedeutung das Evangelium für alle Völker hat. In der Bibliothek lernen wir die Geschichte Israels und die Botschaft der Propheten kennen. Wir treffen uns mit vielen Frauen und Männern im Raum der Gemeinschaft am Tisch des Lebens. Dort treffen wir Paulus, den größten Theologen der Christenheit, der uns Mut macht für neue Wege des Glaubens. Und wir begegnen Jesus immer neu. Er kommt uns in allen Räumen mit der Botschaft vom Reich Gottes und der Liebe Gottes entgegen. Die Architektur dieses Hauses bietet noch viele Zimmer an. Wichtig ist der Korridor, durch den wir ins Haus kommen. Er ist zum Hineingehen und zum Hinausgehen bestimmt. Wir müssen uns nicht in der Bibel vergraben und vergrübeln, sie macht uns Mut zum Leben inmitten der Menschen um uns herum. Wir wollen doch weitersagen, was uns und allen gilt.
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