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In 99 Schritten durch die Bibel


Die Bibel sollte kein Buch mit sieben Siegeln sein. Sie finden hier eine Serie, die Sie zu den wichtigsten Stellen der Bibel führt. Von Adam und Eva bis zur Offenbarung geht es auf eine Entdeckungs-Reise durch die Bibel.
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Wort für die Woche



Das Thema

Wen würden wir wählen, wenn wir zu wählen hätten? Als Freund, als Kollegen, als Lebenspartner? Einen Schwätzer, einen Fiesling, einen Versager, einen Kriminellen, einen „Casanova“? Nein, ganz gewiss nicht. Wir sind bei unserem Wählen sorgfältig und gründlich.

 

Und Gott? Gott hat uns gewählt? Er könnte doch die ganze Weltgesellschaft abräumen. Wie eine Firma, die mit schwerem Gerät ganze Häuserzeilen abreißt und Platz für Neues schafft. Was hat seine Menschheit ihm doch alles angetan? Und die Religionen gleich dazu. Fast alle Kriege in den letzten Jahrzehnten waren Religionskriege. Aber warum in die Ferne schweifen, sehen wir unser Leben doch einmal im Spiegel der Wahrhaftigkeit an. Wir könnten aufzählen, was wir in uns und um uns zerbrochen, verachtet, ignoriert und gegen alle Zehn Gebote und also auch gegen alle Vernunft angerichtet haben.

 

Solche Menschen wie ich einer bin, solche Versager, die sollte Gott gewählt haben? Unglaublich aber wahr, er hat mich und dich und uns und alle Menschen auf unserer Erde gewählt. Er weiß, was er mit seiner Entscheidung getan hat. Er ist nicht der blinde und hörschwache Opa, der im Sessel am Ofen sitzt. Er ist immer noch der heilige Gott, da gibt es nichts zu verschleiern. Doch dieser eine und einzigartige Gott hat uns treulose Geschöpfe gewählt. „Gott ist verrückt vor Liebe.“ So lese ich es in: „Das Buch von der Liebe“ des Ernesto Cardenal, dem Priester, Dichter, Revolutionär und Politiker Nicaraguas.

 

 

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Ausgabe 237
vom 13. 7. 2009



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Nächste Ausgabe:
Montag, 20.Juli 2009

Alles, ab Nr. 1, im Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterArchiv


Der Herr des Webstuhls lächelte

Mein Lebensfaden: Nie hatte ich ihn in der Hand. Nie hätte ich ihn verlieren können. Der ihn mir gab, war für ihn zuständig: Gott, der Herr des Webstuhls. Solange er wollte, gab er mir Faden. Solange er einen Sinn in meinem Gewebe erblickte. Als ich bemerkte, wie kurz der Restfaden war, bekam ich's mit der Angst, und versuchte, möglichst viel mit möglichst wenig Faden zu fertigen. Mein Gewebe wurde immer haltloser. Da gab man mich in Pflege.

 

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Das Zitat

Ein Zimmermann und sein Lehrling gingen durch den Wald. Da stießen sie auf einen riesigen, knorrigen, alten und wunderschönen Eichbaum.
Der Meister fragte:
"Weißt du, weshalb dieser Baum so riesig, so knorrig, so alt, so wunderschön ist?"
"Nein, warum?"
"Weil er nutzlos war."

 

Quelle unbekannt