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Kirchturmplakat in Ostbevern


Kirchturm von St. Ambrosius
in Ostbevern (Westfalen)

 

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Kirchturmplakat in Datteln


Kirchturm von St. Amandus

in Datteln (Westfalen)

 

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gott.net im Buch


Texte von Johannes Hansen, veröffentlicht bei gott.net,
gibt es auch als Buch.

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In 99 Schritten durch die Bibel


Die Bibel sollte kein Buch mit sieben Siegeln sein. Sie finden hier eine Serie, die Sie zu den wichtigsten Stellen der Bibel führt. Von Adam und Eva bis zur Offenbarung geht es auf eine Entdeckungs-Reise durch die Bibel.
(>>>Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterÜbersicht<<<)


Wort für die Woche


Foto:©Andrin Regli/fotolia Text: Siehe Johannes 14,6


Das Thema

 

Das große
Comeback des Menschen

 

 

Er wollte weg, einfach nur weg. Weg vom Hof des Vaters. Weg von der öden Alltagsarbeit in den Ställen und auf den ausgetrockneten Äckern. Es musste doch noch was anderes geben, dachte er. Was ist hinter dem Horizont, träumte er, wenn am Morgen die Sonne aufging. Der ältere Bruder, dieser Langweiler, sollte nur zu Hause bleiben. Da ging er, der Jüngere zum Vater und forderte seinen Teil des Erbes. Der Vater erschrak, doch blieb er souverän und teilte das Erbe schon vor der Zeit für seine Söhne. Ein überraschendes Verhalten in einer patriarchalischen Kultur. Ein jäher Abschied des Sohnes noch vor der Nacht und ab in die Ferne. Er überschritt Grenzen, immer neue Grenzen in sich und geographisch in die Fremde. Er lebte wie er wollte, zog um die Häuser, aß und trank, was ihm schmeckte. Nicht allein, er lud sie ein, die jungen Männer und die jungen Frauen. Ja, die jungen Frauen, man lachte und liebte und tat, was die Sinne mochten, eine lustige Zeit schien es zu sein. Doch dann wurde das Geld knapp, sein Erbe war bald dahin. Als er es merkte, war es schon zu spät. Dann auch noch eine Hungersnot im ganzen Land. Nun bettelte er um Arbeit und Lohn. Jemand ließ ihn seine Schweine hüten, es muss im Ausland gewesen sein. Schweine, das waren unreine Tiere in seiner Heimat. Doch er musste doch essen und trinken. So lag er auf dem Feld bei den Schweinen. Da roch es nach Ammoniak, nicht nach Deodorant. Und er aß den Fraß der Schweine.

 

Da kam sie über ihn, die heiße Sehnsucht nach dem Haus des Vaters, zum Tisch und Bett der Heimat. „Er schlug in sich“, lese ich in der Geschichte, nicht um sich und gegen andere, „in sich“, er begriff seine tiefe Lebensnot. Da traf er die beste Entscheidung seines Lebens: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen“, sprach er in seinem Herzen. Und er sprach sich vor, was er sagen wollte, wenn er den Vater traf. Und dann kam die große Wende seines jungen Lebens.  

 

 

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Ausgabe 245
vom 7. 9. 2009



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Nächste Ausgabe:
Montag, 14.Sept.09

Alles, ab Nr. 1, im Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterArchiv


Richtig gut

War es gut? War es angenehm? War es schön? War es also, wie man so sagt, positiv? Ich weiß es nicht, sagt die Geschichte. Ich wollte so gern freundlich sein, sagt die Geschichte, eine Heilsgeschichte wollte ich sein. Doch dann kam der Krieg, dann kam die Währung, dann kam der Mann aus der Gefangenschaft heim, dann noch mal Kinder, was soll ich sagen, es war alles ein bisschen viel. Später ist man immer gescheiter, sagt die Geschichte und klopft die Pfeife aus. Ich bin nicht heil, aber ich bin deine Geschichte.

Und als sie so daherredete, erkannten wir, was gut und böse ist, richtig und falsch. Nie wissen wir es rechtzeitig. 

 

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Das Zitat

Ihr wollt

dass es so bleibt

wie es ist

darum betet ihr

um Frieden.

Wir wollen

dass es nicht so bleibt

wie es ist

darum beten wir

um Frieden.

 

Lothar Zenetti