So
wird das Leben
schön.
Ich sehe sie blitzen, die Augen des Perlenhändlers. Er sieht etwas, was er zuvor noch nie sah. Lange war er unterwegs gewesen, in Basaren, auf Märkten und bei verborgen wohnenden Händlern. Er suchte und suchte, kaufte dieses und jenes, doch diese eine Kostbarkeit sah er erst jetzt. So viel Schönheit hatte er noch nie gesehen: Die Perle, die Perle schlechthin, unübertroffen schön. Die Entscheidung war klar: Diese oder keine. Er verkaufte alles, was er hatte und kaufte diese einzigartige Perle. Nun war er ganz arm und doch ganz reich zugleich.
Diese Geschichte vom Perlenhändler erzählt Jesus. Sie steht im Neuen Testament und zwar so: „Das Himmelreich gleicht einem Kaufmann, der gute Perlen sucht, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie“. (Siehe Matthäus 13, 45 und 46).
Jesus war ein charismatischer Erzähler. Er erzählte Kurzgeschichten wie sonst keiner. Man nannte sie Gleichnisse. Er hielt keine lauten Reden und Predigten in großen Kirchen und Hallen. Aber er sprach in seinen Geschichten so von Gott, dass die Leute ins Denken kamen und merkten, dieser Mann ist ein Besonderer, er holt uns zurück zu Gott. Und sie vertrauten ihm.
In uns allen steckt eine tiefe Sehnsucht nach Erfüllung. Wir mögen nicht ratlos und ziellos durch unser Leben rasen oder taumeln. Nach und nach ist uns klar geworden, dass Autos, Laptops, Handys, Feten, Urlaubsreisen und was der Markt sonst noch in Masse zu bieten hat, nicht die Erfüllung unseres Lebens sein kann. Wir brauchen nicht noch mehr „Material“, sondern einen kostbaren Inhalt, der uns im Leben und auch im Sterben gut tut. Mit dem wir auch anderen Menschen Gutes tun können. Keinen moralischen und religiösen Ramsch, der nur Löcher stopft, aber keine wirklich tiefe Umgestaltung hervorbringt.
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