Gott spricht auch auf Plakaten |


In 99 Schritten durch die Bibel |

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Die 10 Gebote -
in Dur oder in Moll?
Welche Tonlage entsteht in uns, wenn wir den kurzen Satz „Die 10 Gebote“ hören oder lesen? Die Stimmung Dur, also positiv und dankbar, oder die Atmosphäre Moll, also eher bedrückt oder auch wütend? In meiner Kindheit und frühen Jugendzeit herrschte bei mir noch die Tonart Moll vor. Gottes Gebote hatten etwas Hartes, er war nicht der „liebe Gott“, auch nicht Gott mit dem Namen „Gott ist Liebe“. Er war der warnende, der verneinende Gott. Das hatte wohl mit dem stets wiederkehrenden Satz „Du sollst nicht“ zu tun. Die Lage veränderte sich radikal, als ich das Evangelium von Jesus Christus als Botschaft der Freiheit entdeckte. Und ich lernte die 10 Gebote von ihrem Ursprung her zu verstehen. Damit begann die Wende im Denken eines jungen Menschen. Dieser kleine Bericht will nur auf die Tür zeigen, die von Moll zu Dur führt, ein Weg in die Freiheit. Niemand muss aggressiv, traurig oder lustlos werden, wenn es um die 10 Gebote geht. Das Gegenteil ist der Fall.
Die 10 Gebote sind keine Morallehre, die wir befolgen müssen, um so mit Gott in Ordnung zu kommen. Das kann nur im religiösen Krampf enden. Sie sind keine Angstmacher, die uns an der Leine Gottes halten, damit wir ihm nicht weglaufen. Gott macht keine Angst. Das machen vor allem Menschen. Manchmal auch aus christlichen Kreisen. Man heizt den Menschen mit Drohungen ein, damit sie sich Gott unterwerfen So züchtet man Depressive oder Fanatiker.
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