Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

    

Für alle, die unterwegs sind.


Buch zum Thema


Johannes Hansen

Umkehr

Die Worte Umkehr oder Bekehrung gehören zum wichtigsten Wortbestand der Bibel. Sie standen bei den Propheten wie auch bei Jesus im Zentrum der Predigt. Da war nichts von Fanatismus und Entwürdigung des Menschen zu spüren. Es ging voll um ein befreites Leben: In der bewussten Bindung an Gott treten wir ein in das Reich der Freiheit. So geht es weiter bis heute. 

Um es auf den Punkt zu bringen, zitiere ich einen Kurzbericht über das Wirken von Jesus und den Kern seiner Botschaft. Am Anfang des Markus-Evangeliums, das ich wegen seiner präzisen Formulierungen besonders schätze, steht: „Nachdem aber Johannes (der Täufer) gefangen gesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“ (Markus 1, 14 – 15) »weiterlesen

Michl Graff

Das Wörtchen "Gott"

Sparsam verwenden, nicht wie Senf überall dazugeben, nicht als Sauce für geschmacklose Lebenserfahrungen (»Da haben wir den Salat! Da kann nur Gott noch helfen!«), nicht als Lokomotive vor Parteien, Stimmungen, Staatsbankrott missbrauchen, nicht als Zuckerguss für Gefühle, nicht als Keule für solche, die anders sind, anders denken, überhaupt nicht als Ersatzwort einsetzen. Sparsam verwenden. Vielleicht besser gar nicht für geraume Zeit. Vielleicht nur an bestimmten Tagen, bei bestimmten Leuten, bei Leuten, die vorsichtig damit umgehen, die noch wissen, was ein Wort kostet.

Angesichts religiöser Texte und kirchlicher Verlautbarungen, allmorgendlich in gewissen Radiominuten, gelegentlich bei Politikern und Verwandten, bei Betriebsweihnachtsfeiern, wird mir ganz schlecht, wie oft und unbesorgt »Gott« gesagt wird, einfach so.  »weiterlesen