Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

   

Bald!
Nicht jetzt.
Nicht gleich.
Bald!

Bald!
Geht das Licht auf.
Geht der Himmel auf.
Bald!

Bald!
Wird er kommen.
Wird er bleiben.
Bald!

Bald
ist
Weihnachten!

Bald
ist
Jesuszeit!

Text: Jürgen Werth

    

Für alle, die unterwegs sind.


Der Neue ist da!

Sofort lieferbar!

     

„Wir Christen freuen uns auf Jesus, wie alle Tage, so auch in diesem Jahr wieder ganz neu.“

Johannes Hansen

 Platz machen für Gott

Die Bahnen, die Jesus geht, führen in unsere Herzen, in unsere Gehirne, in unsere Gemüter. Hier liegen die Brocken von Stolz im Wege, sie müssen weggeräumt, im Ernstfall sogar gesprengt werden. Die tiefen Schlaglöcher von den Turbulenzen unserer Streitereien in den Beziehungen müssen gefüllt werden. Unter Mitarbeitern und Kollegen, in Lehrerzimmern, Redaktionen und Krankenhäusern – überall die tief aufgerissenen Schlaglöcher, die begradigt werden müssen. Und dann der ganze Matsch von Schuld und Geringschätzung, die wir einander angetan haben. Er klebt nicht nur an den Schuhen, er findet sich auch an den weißen Wänden innen in den Häusern, in denen wir essen und trinken, schlafen und arbeiten, Sitzungen haben und Beschlüsse fassen. „Bereitet dem Herrn den Weg“ ist keine Beschimpfung, keine moralistische Maßregelung, es ist eine herzliche Bitte. Macht doch Gott Platz in eurem Leben.  »weiterlesen

"Komm, Wind, Geist des Herrn, trag mich fort, mach mich neu."

Michl Graff

 Welkes Laub ist schön

Wie Unreine sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind. 
(Jesaja 64,5)

Was die Adventsgestecke angeht: welkes Laub ist schön. Getrocknetes Leben ist nämlich weder tot noch unnütz. Es ist nicht mehr frisch, es ist nicht mehr vital, es wächst und tropft nicht, fault und riecht nicht, zerbricht mitunter, ist aber haltbar und verträglich. Die Geschichte meines welken Laubs ist im Advent gut aufgehoben.
Jesaja ruft zur Ordnung, zur heilsamen Ordnung Gottes. Das Bildwort vom welken Laub gehört zum Ernst der Lage. Hui, weg mit dir, weg mit dem Wind, gedenke Mensch, dass du Laub bist. Und doch ist die Bußpredigt nur wirkungsvoll, wo ich Zukunft habe. Advent: Zeit der Umkehr. Advent: Fest der Sünder. Was in mir Laub ist, war einst Grün. Was in mir welk ist, war einst frisch. Was in mir tot ist, war einst voller Hoffnung. Komm, Wind, Geist des Herrn, trag mich fort, mach mich neu. „O Erd, herfür dies Blümlein bring“, mitten im Laub, mitten im Abfall.