Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht!... »weiter


Für alle, die unterwegs sind.


Der Neue ist da!

 

 

Johannes Hansen
Die Dunkelheit weicht

Es ziehen dunkle Wolken über das Land. Nicht nur am Herbst- und Winterhimmel, sondern auch im politischen und wirtschaftlichen Leben. Die ganze Völkergesellschaft lebt zurzeit in einer weltweiten Krise.

Die Botschaft des Advent setzt hier einen starken Ton der Ermutigung. Advent heißt Ankunft. Gott kommt an, will ankommen, ist angekommen in unserer Welt, will in uns einkehren. Wir werden provoziert, ermutigt, dass wir Gott einlassen in unser Leben, in die Kirchen und Gemeinden, aber auch ganz konkret in die Planungen unserer Tage und Jahre. Doch keine frommen Täuschungen. Durch den Glauben werden nicht alle Probleme wie Krümel vom Tisch gewischt. »weiterlesen

Michl Graff
Volk im Dunkeln

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. (Jesaja 9,1)

Einer nahm Yvonne zur Seite, einer mit Ringen unter den Augen. Er sah ihre Enttäuschung, er sah, dass es ganz dunkel in ihr geworden war, und er sah, dass sie nicht weiter wusste. Die andern tanzten und lachten, als wäre nichts passiert. „Es gibt auch dunkles Licht“, sagte er.

Bis wir helles Licht wahrnehmen über unsern Köpfen, regiert vielleicht lange die Finsternis. Sie ist es, die uns die Köpfe hängen lässt und den Blick zum Boden drückt. Aber von oben, von auswärts, vom Horizont her werden wir helles Licht wahrnehmen, heller als das kleine Licht der Tröstungen. Dann werden wir die Notbeleuchtung vergessen können, die gut gemeinten Funzeln der Freunde. Es werden auch welche von uns das Glück haben, aufrecht und erwartungsvoll den Sonnenaufgang mitzuerleben, um uns die erste Kunde zu bringen. Wir wollen aber unterdessen nicht so tun, als wäre die Nacht keine Nacht. Und wir wollen die Finsternis ehren als den Ort der großen Erwartung.

Man kann die Nacht nicht durch Beleuchtung verstehen. Und den Tagesanbruch nicht gesenkten Haupts. Wer aber meint, bereits im Licht gelebt zu haben, versteht weder das eine noch das andere.