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Du gehörst in mein Team.  - Gott

„Glaube ist Privatsache.“ Ein oft gehörter Satz. Für viele Leute ein Gefühl, das sie mit sich herumtragen. Diese Meinung ist ein enormer Irrtum. Gewiss gibt es Erfahrungen im Glauben, die man ganz allein erlebt. Einen Notschrei zu Gott in einer schwierigen Lage kann jemand nur ganz allein und im Gebet bei Gott loswerden. Aber privat war der Glaube noch nie in der Geschichte des Glaubens. Das Ich war immer sofort auf sein Du bezogen und beides auf das Wir der Jesus-Christus-Gemeinde.

Der Glaube ist eine höchst persönliche Entscheidung und Erfahrung. Er geht uns durch Herz und Kopf und fährt uns dann auch in die Beine und Hände und alle Sinne. Er setzt uns in Bewegung. Es ist wie beim Sport. Da kann einer Bücher über die verschiedenen Sportdisziplinen lesen, doch der Sport will geübt, ausgeübt werden. Bei manchen Sportarten gehören wache Augen dazu. Vor allem im Mannschaftssport, etwa beim Fußball. Draufdreschen reicht nicht. Die kluge Flanke quer übers Feld muss beim angreifenden Spieler ankommen. Ein Team muss gut trainiert sein. Jeder kennt seine Aufgabe.

Die Gemeinde der Christen lebt auch im Team. Jeder bekommt seine Gaben und Aufgaben. Es gibt klar definierte Pläne und Ziele. Gott mitten in dieser Welt loben und ehren, das ist das höchste Ziel. Menschen zum Vertrauen auf Gott ermutigen, sie in das Team einer Gemeinde führen, das steht bei Jesus ganz vorne. Soziale Verantwortung übernehmen, „Liebe üben“ gewiss nicht weniger. Der Glaube ohne Liebe ist so tot wie eine Schaufensterpuppe bei Karstadt.

Gott will jeden von uns zu seinem Mitarbeiter machen. Von „Machet euch die Erde untertan“ bis „Ihr seid meine Zeugen“ wird es klar: Gott braucht Menschen. Er will keine leblosen Figuren, sondern Menschen, in denen die Freude des Glaubens pulsiert, die nicht nur sich selbst leben, sondern für Gott und seine Menschen. 

Johannes Hansen