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„Du darfst Gott erzählen, wie groß deine Probleme sind.

Aber dann musst du deinen Problemen erzählen, wie groß Gott ist.“

Jürgen Werth
Deine Probleme

Immer gab es Feinde. Immer gab es Krieg. Und oft war das Volk der Israeliten in der Unterzahl. Ihre Heere waren kleiner und schlechter ausgerüstet als die Heere der Gegner. Einmal hatten es die Israeliten sogar mit einer großen Koalition zu tun aus Moabitern und Ammonitern und Meunitern. Da konnten die Israeliten einpacken. Doch was tat der König? Er rief das Volk in den Vorhof des Tempels und sprach für sie und mit ihnen ein großes Bittgebet. Es gipfelte in dem Satz:

„Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.“ (2. Chronik 20, 12).

Und das Wunder geschah. Der Krieg wurde gewonnen. Von einem Heer, das so viel Zuversicht ausstrahlte, dass schon allein dadurch die Feinde in Panik gerieten.

Wie oft spreche ich ein ähnliches Gebet. Denn immer wieder gerate ich in ausweglose Situationen. Stehe vor Fragen, auf die ich keine Antwort weiß. Vor Problemen, die ich nicht lösen kann. Ich allein. Wir als christliche Gemeinde. Wir als Gemeinschaft aller Menschen auf dieser Erde.

Wir wollen dieses Gebet immer wieder beten. Allein und gemeinsam. Wir wollen unseren Augen befehlen nicht länger auf die Probleme zu starren, sondern sich auf Gott zu richten. Den großen und gnädigen Gott. Auf den Schöpfer und den Erlöser.

Oft denke ich an diese afrikanische Weisheit:
„Du darfst Gott erzählen, wie groß deine Probleme sind. Aber dann musst du deinen Problemen erzählen, wie groß Gott ist.“

Die Israeliten damals zogen am Ende mit Psalter, Harfen und Trompeten in Jerusalem ein. Wir werden am Ende in Gottes Himmel einziehen, weil er erst spätestens am Ende alles gut macht. Weil er spätestens am Ende alles zu Recht bringt. Doch schon heute hält er unsere Hand und geht mit uns seinen guten Weg. Das macht Mut. Das gibt Kraft. Das vermittelt Zuversicht.