Themenübersicht


Johannes Hansen

"Gott ist lange tot..."

Johannes Hansen
Auf der Suche

Johannes Hansen
Warum lebe ich überhaupt

Petra C. Harring
Wie der Glaube wächst

Petra C. Harring
Das Staunen

Petra C. Harring
Das Leiden

Petra C. Harring
Wachsen

Johannes Hansen
Wie Medizin...

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Wie Schwimmen...

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Einsteigen...

Johannes Hansen
Gott ist lange tot...

„Gott ist lange tot, wusste der junge Mann. Seltsam, wunderte sich der alte Pater: Vor einer Stunde sprach ich noch mit ihm.“ Mit dieser kurzen Szene bringt Lothar Zenetti die „Gottesfrage“ auf den Punkt. Die Skepsis eines jungen Menschen und das elementare Gottvertrauen eines alten Christen zeigen die Spannung, die überall um uns zu spüren ist. Oft auch in uns selbst. Beides ist da, es ist gut, es zu wissen und sich dem auszusetzen. »weiterlesen

Johannes Hansen
Auf der Suche

„Mit Gott kann ich nichts anfangen.“ Oft gehört und gut zu erstehen. Das Wort Gott enthält vier Buchstaben, sonst inhaltlich doch nichts. Es ist offen für ganz verschiedene Füllungen. Wer meint, er brauche ein Bild von Gott, eine Gottes-Vorstellung, der wird bei der Frage nach Gott nicht weiterkommen. „Einen Gott, den es gibt, den gibt es nicht.“ Dietrich Bonhoeffer, der 1944 im KZ starb, hat es gesagt. Den Mount Everest „gibt es“, wie auch den Stuhl, auf dem ich sitze. Doch Gott „gibt es“ so nicht. Könnte man ihn mit den Maßstäben unserer Erde beweisen, wäre er ein Teil seiner eigenen Schöpfung und nicht der Schöpfer aller Dinge, der seinem Werk gegenübersteht wie ein großer Maler seinem Gemälde. »weiterlesen

Johannes Hansen
Warum lebe ich überhaupt?

Was kann ich erkennen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Diese drei Fragen brachte der Königsberger Philosoph Immanuel Kant (1724 – 1804) in die Philosophie ein. Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wozu lebe ich? Der marxistische Philosoph Ernst Bloch (1885 – 1977) formulierte ebenfalls drei Grundfragen, die Inhalt seines Werkes „Das Prinzip Hoffnung" sind. Bei beiden Philosophen geht es um die Frage nach dem Sinn des Lebens. Beide Denker meinen ihre Fragen nicht nur theoretisch, sondern sind darauf aus, Wege zur Gestaltung des Menschseins zu zeigen. Vom Erkennen geht es bei Kant zum Tun und schließlich zum Horizont der Hoffnung. Bloch gebraucht das auch in der Bibel bekannte Bild des Weges, wenn er vom Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens spricht, Leben also als ein Unterwegssein verstanden. Leben ist eine Aufgabe, nicht nur ein Widerfahrnis. Doch in der Wirklichkeit kann es schwer werden mit dieser Aufgabe. Viele zerbrechen daran, doch das soll nicht sein. »weiterlesen

Petra C. Harring
Wie der Glaube wächst

Rund vier Jahre war ich alt, da hat sich meine Mutter abends an mein Bett gesetzt. Sie hat meine kleinen Hände in ihre Hände genommen, sie umschlossen und wir haben gebetet. So richtig habe ich es nicht verstanden, was da vor sich gegangen ist und auch nicht so genau auf ihre Worte geachtet, so fasziniert war ich von unseren Händen. Ganz geborgen hab’ ich mich im halbdunklen Zimmer, in meinem warmen Bett gefühlt, die Hände in denen meiner Mutter. Sicher hat sie mir auch– so gut sie es konnte – erklärt, was es mit dem lieben Gott auf sich hat. Doch mehr als alles, was sie mir erklärt hat, ist mir das geblieben, was ich gefühlt habe: Gott, bei dem kann ich mich so geborgen fühlen, wie bei meiner Mutter.  »weiterlesen

Petra C. Harring
Das Staunen – der schönste Weg zu Gott

Einer der schönsten Wege, sich Gott zu nähern ist das Staunen. Vor kurzem waren wir am Gardasee – Italien, schönes Wetter und wunderbare Urlaubsstimmung. Wir schlendern durch ein ehemaliges Fischerdorf. Am Hafen steht eine kleine Kirche. Neugierig gehen wir hinein und schauen uns um. An den Wänden haben Restauratoren mittelalterliche Fresken freigelegt. Und eines zieht mich in seinen Bann: Aus dem Schoß der braunen Erde kommt mir Christus entgegen. Ganz entspannt, in hellblauer Sommerkleidung und mit ganz offenem Blick, wachen Augen, fast als kommt er jetzt auf mich zu, freundlich und gleich spricht er mich an. Ich stehe ganz versunken vor dem Bild. »weiterlesen

Petra C. Harring
Wenn Gott sich einem in den Lebensweg stellt – das Leiden

Von Paul Gerhard stammen die Worte dieser Lieder, dem Theologen und Dichter aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Ein einziges Portrait kenne ich von ihm, da ist er schon 70 – unter dem Bild steht: er sei „im Sieb des Satans gerüttelt und geprüft“ worden. Als Kind ist ihm der Vater gestorben. Weil er begabt ist, bekommt er ein Stipendium und kann in die Schule gehen. Doch an jedem Schulort bricht die Pest aus. Er bleibt im Internat und überlebt, kann schließlich studieren. Doch als er mit dem Studium fertig ist, bekommt er keine Anstellung: Wer braucht schon einen jungen Pfarrer, wenn über die Hälfte der Menschen im Ort gestorben ist oder geflohen. Als er schließlich eine Stelle bekommt, ist er fast 40. Endlich kann er heiraten und dann sterben  ihm 4 von 5 Kindern. »weiterlesen

Petra C. Harring
Wachsen -
die Geduld Gottes stellt einen manchmal hart auf die Probe

Vom Maler Emil Nolde stammt ein Bild, das Gott als einen Gärtner zeigt: Ganz dicht ist sein Kopf über die Blumen gebeugt. Die sprießenden, knospenden Blumen schaut er liebevoll und zugleich ein wenig besorgt, aber auch voller Vorfreude an – so denke ich es mir zumindest, wenn ich das Bild von Nolde anschaue. Ein alter Mann ist Gott auch hier, viel Lebenserfahrung spricht aus seinem Gesicht, viel Geduld. Wer selbst Blumen und Gemüse nicht nur im Laden kauft, sondern selbst sät, pikiert, gießt, jätet, der kennt das: Das Wachsen ist eine ganz sprunghafte Geschichte. Da dauert es schon ein paar Tage bis Wochen bis aus der Erde -nachdem man einen Samen hinein gelegt hat- sich überhaupt ein winziges Keimblättchen regt. Mit der Pflanze oder dem Gemüse, das später einmal daraus werden soll, hat dieses zarte Wesen noch  wenig zu tun. »weiterlesen

Johannes Hansen
Medizin hilft nur, wenn ich sie einnehme

Christen verstehen den Glauben als eine Beziehung, nicht nur als eine Aufreihung von Wahrheiten und Lehrsätzen, die man im Gehirn speichert. Gegen Lehrsätze und Wahrheiten des Glaubens ist nichts zu sagen, wir sollen ja auch wissen, was wir glauben und nicht nur irgendetwas fühlen. Aber ohne die existentielle Erfahrung der Wahrheit des Evangeliums, die tief ins Herz und hoffentlich auch in den Kopf geht, läuft nichts mit dem Glauben. »weiterlesen

Johannes Hansen
Glauben ist wie Schwimmen lernen

Mike will endlich schwimmen lernen. Es ist ihm schon lange peinlich, denn er ist bereits 15 Jahre alt und kann immer noch nicht schwimmen. Dauernd hat er sich durchgeschwindelt, wenn im Sport Schwimmen dran war und wenn seine Freunde ihn ins Schwimmbad mitnehmen sollten. So geht er nun in eine Buchhandlung und kauft sich – es ist ihm echt peinlich -  ein kleines Büchlein über das Schwimmen, sozusagen ein Lehrbuch für Schwimmanfänger. »weiterlesen

Johannes Hansen
Nur wer einsteigt fliegt mit

Ich bin schon ziemlich viel in der Welt herumgeflogen. Doch andere noch viel mehr. Geschäftsleute, Politiker, Sportler, Missionare, Künstler, Globetrotter, Wissenschaftler, Menschen von überall in der Welt. Vom früheren deutschen Außenminister Genscher wurde berichtet, er sei sich auf dem Flug nach New York über dem Atlantik einmal selbst begegnet. Als er zum Fenster rausschaute, sah er sich drüben am Fenster eines Flugzeuges sitzen, das gerade nach Europa zurück flog. Natürlich Quatsch, aber mit einem Kern Wahrheit. Viele fliegen viel mit den Fliegern in der Welt umher. »weiterlesen