39, bzw. 46 Bücher bilden das Alte Testament. Zu dieser unterschiedlichen  Zählung kommt man, wenn man die Schriften, die in der Zeit zwischen dem Alten und dem Neuen Testament entstanden ("Spätschriften des Alten Testaments" genannt) dazu zählt oder nicht.

Das steht im Alten Testament

Gleich am Anfang erzählt die Bibel die Entstehung der Welt. Aus Liebe und Sehnsucht ruft Gott die Welt samt Pflanzen, Tieren und Menschen aus dem Nichts ins Leben.

Das Misstrauen gegen Gott zerstört die Idylle. Der Mensch meint, er muss sein Glück gegen Gott ertrotzen. Das Ergebnis: kaputte Beziehungen, kaputte Welt.

Adam und Eva lassen sich von der Schlange ins Misstrauen stürzen und ihr Sohn Kain erschlägt im Neid seinen Bruder Abel.

Die Gewaltspirale beginnt sich zu drehen. Es wird immer schlimmer mit den Menschen.

Das Ausmaß an Zerstörung zermürbt Gott. Er gibt die Welt der Sintflut preis. Ein Hoffnungsschimmer bleibt:

Gott rettet eine treue Familie, macht mit ihr den Neuanfang und benennt den Regenbogen als Treuezeichen für einen festen Bund.

Dann beginnt Gott seine Geschichte mit einem speziellen Volk. An ihm zeigt er seine Art, die von Treue und Liebe, Leidenschaft und Durchhalten geprägt ist.

Mit Abraham fängt es an. Er folgt der Berufung und Verheißung Gottes. Die Zusage: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“, wird eindrücklich wahr.

Von Abraham über Sohn Isaak und Enkel Jakob wächst über viele Generationen ein eigenwilliges Volk.

Durch Irren und Wirren geht es nach Ägypten in die Sklaverei.

Gott gibt Mose die Autorität, das Volk in seinem Namen zu leiten.

Wundersame Befreiung und endloser Zug durch die Wüste münden endlich im verheißenen Land.

Die Sesshaftigkeit beginnt: Jahrhunderte mit bewegter Geschichte. Gute und schlechte Könige regieren. Propheten kommen und gehen mit dem Ruf zu Gott.

Die Riesenkrise kommt, als im großen Krieg fast kein Stein mehr auf dem anderen bleibt, die Führungsschicht verschleppt wird und sich 70 Jahre lang nichts tut.

Zum Erstaunen aller ist das nicht das Ende Gottes mit seinem Volk.

Er hält mit ihnen durch und wagt einen mühsamen Neuanfang.

Nie wieder ist es so schön wie vorher.

Für das Volk werden Verheißung und Erwartung des Messiaskönigs mit göttlicher Qualität und Macht immer wichtiger...

Text: Monika Deitenbeck-Goseberg | Foto: © mashynya2006-fotolia.com