Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

   

Herr Jesus Christus,
dich hat eine hebräische Mutter geboren.
Du warst voll Freude
über den Glauben
einer syrischen Frau
und eines römischen Soldaten.
Du hast die Griechen,
die dich suchten,
freundlich aufgenommen
Und du hast zugelassen,
dass ein Afrikaner
dein Kreuz trug -

Hilf uns, Menschen aller Rassen und Nationen, aller Schichten und Farben als Miterben in dein Reich zu bringen!

(aus Südafrika)

Für alle, die unterwegs sind.

Buch zum Thema


     

„Gott ist da. Ganz nah.“

Johannes Hansen

 Die Dunkelheit weicht

Die Propheten Israels waren starke Gestalten des Glaubens, sie sahen über den Horizont hinaus und in die Herzen der Menschen. Als der Prophet Jesaja auftrat, steckte das Land Juda in der Angst vor der Zukunft. Die politischen Umstände waren bedrohlich. Das kleine Land war umgeben von starken Mächten, die zu allem bereit waren. In diese Lage hinein verkündet der Prophet Zuversicht. Mitten in der Finsternis erscheint ein großes Licht und über den Bewohnern wird es hell. Das ist die visionäre Adventspredigt des Propheten. Lasst euch nicht hängen, fasst Mut. Gott hat euch nicht vergessen, er ist euch näher als ihr ahnt. Vertraut ihm.  »weiterlesen

"Wir wollen nicht so tun,als wäre die Nacht keine Nacht."

Michl Graff

  Volk im Dunkeln

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. (Jesaja 9,1)

Einer nahm Yvonne zur Seite, einer mit Ringen unter den Augen. Er sah ihre Enttäuschung, er sah, dass es ganz dunkel in ihr geworden war, und er sah, dass sie nicht weiter wusste. Die andern tanzten und lachten, als wäre nichts passiert. „Es gibt auch dunkles Licht“, sagte er.

Bis wir helles Licht wahrnehmen über unsern Köpfen, regiert vielleicht lange die Finsternis. Sie ist es, die uns die Köpfe hängen lässt und den Blick zum Boden drückt. Aber von oben, von auswärts, vom Horizont her werden wir helles Licht wahrnehmen, heller als das kleine Licht der Tröstungen. Dann werden wir die Notbeleuchtung vergessen können, die gut gemeinten Funzeln der Freunde. Es werden auch welche von uns das Glück haben, aufrecht und erwartungsvoll den Sonnenaufgang mitzuerleben, um uns die erste Kunde zu bringen. Wir wollen aber unterdessen nicht so tun, als wäre die Nacht keine Nacht. Und wir wollen die Finsternis ehren als den Ort der großen Erwartung.

Man kann die Nacht nicht durch Beleuchtung verstehen. Und den Tagesanbruch nicht gesenkten Haupts. Wer aber meint, bereits im Licht gelebt zu haben, versteht weder das eine noch das andere.