Unser Wissen ist Stückwerk.
Wenn aber kommen wird das Vollkommene, wird das Stückwerk aufhören.  Aus: 1. Korinther 13

Du bist, ich bin
Du bist das Seil, auf dem ich tanze, / du bist die Stimme, ich das Wort.
Ich bin ein Teil, du bist das Ganze, / ich bin der Ton, du der Akkord.
Jürgen Werth

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Michl Graff
Ordnung
Wer sie hält, ist zum Suchen zu faul. Aber das Leben ist von Natur aus unordentlich. Solange unser Glaube lebt, ist er unaufgeräumt, ordnungsbedürftig. Wie unsere Kirche, wie mein Schreibtisch. Nur wenn ich mal einige Wochen außer Haus bin, bleibt alles hübsch ordentlich an seiner Stelle. Oder etwas schärfer und makaber ausgedrückt: wenn wir mal tot sind, bringen wir garantiert nichts mehr in Unordnung. Auf dem Friedhof, zumindest dort, herrscht Ruhe und Ordnung. Am besten aufgeräumt ist eine tote Kirche. sie wäre nach Art des Museum zu verwalten. Berühren der Vitrinen verboten! Leben bedeutet immer: Unordnung machen. Und weil wir Chaos nicht lange ertragen: Ordnung machen. Beides ist ein Zeichen des Lebens. »weiterlesen

Johannes Hansen
Vom Playboy zum Kirchenvater
Er war ein hoch gebildeter junger Mann, wissenschaftlich weit orientiert, er konnte fabelhaft reden. Ein  Professor der Disziplin Rhetorik, was in seiner Zeit auch die Philosophie umfasste. Er wird ein attraktiver junger Mann gewesen sein. Die jungen Frauen waren ihm zugetan und „er ließ nichts anbrennen“, wie man heute zu sagen pflegt. Der Begriff Playboy wird zurzeit nicht mehr so oft gebraucht, doch er war einer. Und das alles zum Leidwesen seiner Mutter Monika, die ganz bewusst von einer Heidin zur Christin geworden war. Doch im Rausch von Wissen und Genießen hatte sich dem so klugen jungen Mann die tiefste Frage des Lebens nicht erschlossen. Was der Sinn seines Lebens sei und wie man „die religiöse Frage“ lösen könne. Mailand dampfte von Religionen und Philosophien und Ablegern derselben. Sein Kopf war voller Wissen und Gedanken, doch sein Herz war unruhig in ihm, so sagte er später selbst von sich. »weiterlesen