Die 10 Gebote Gottes sind für uns Hilfe zum Leben. Wie Leitplanken und Mittelstreifen für Autofahrer. Wie Leuchtbojen für Kapitäne, dass sie die Fahrrinne auch bei Nacht erkennen. Wie gute Berater in entscheidenden Lebensfragen. Sie sind also keine moralischen Zeigefinger... »weiterlesen

Johannes Hansen
"Leichen im Keller"

Ein hartes, ja eigentlich ein gemeines Bild für verschwiegene Probleme, die einer oder eine mit sich herumschleppt, oft über viele Jahre, gar Jahrzehnte. Wäre ich ein Bußprediger uralter Zeiten, könnte ich nun mit dem Seelenknüppel draufhauen. Aber das mag ich nicht. Es hilft auch nicht weiter, sondern verstört eher. In der Tat gibt es elend stinkende Geschichten, die das Gewissen über Jahre und Jahrzehnte quälen, das zu verschweigen wäre verlogen. Übrigens im weiten Feld unsres Lebens. Keinesfalls nur auf dem von Natur aus so schwachen Gebiet des Menschenlebens, der Sexualität und der „Beziehungen“. Die „sozialen Sünden“, die Lieblosigkeiten sind besonders zerstörend. Der geistvolle Autor Paulus konnte hier richtig derb werden: „Wenn ihr euch gegenseitig beißt und fresst, dann sehet zu, dass ihr nicht voneinander verzehrt werdet.“ (Galater 5, 15)

Doch ich mag mich auf diesem so schwierigen Gebiet der Verdrängungen nicht wie ein Detektiv aufführen, der zwanghaft in der Not von Menschenschwestern und Menschenbrüdern wühlt und dabei noch einen sog. „Gott“ vertritt, den es in der Art gar nicht gibt. Schuld ist nicht zu verharmlosen, das weiß der Schuldige oft selbst am besten, doch Schuld und Versagen ist stets auch Not für den, der sie mit sich schleppt...  »weiterlesen

Michl Graff
Und führe uns in der Versuchung

Ohne Sünde, du warst ohne Sünde, in allem uns gleich, außer der Sünde. Dann warst du eben nicht in allem uns gleich, oder? Weißt du, wie das ist, wenn man ein schlechtes Gewissen hat? Kennst du die Einsamkeit des Schuldigen, die Nächte und Alpträume, das Herzklopfen und den Schweißausbruch? Herr, erbarme dich.

Wenn es ist, dass wir alle sündigen, und wenn du bei uns bist, ganz Mensch, ganz Gott, dann führe uns in der Versuchung. Gut, dass du sie kennst. Ich weiß, ich wollte manchmal gerne hören, dass du mit mir gefallen bist. Doch ich weiß auch, dass der Blinde den Blinden nicht führen kann. Nun denn: habe ein Auge auf mich. »weiterlesen

Gibt es auch als Broschüre in A6. Zum Inhalt einfach anklicken (erfordert Flash-Player).