Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

Für alle, die unterwegs sind.


    

     

"Wir brauchen Worte, die wir uns nicht selbst sagen können."

 Das Buch der Bücher

An Büchern wird es uns kaum fehlen. "Des vielen Büchermachens ist kein Ende", stöhnt bereits ein Mann des Alten Testaments. Und das weit vor der Zeit der hochtechnisierten Buchproduktion unserer Tage. Aber es gibt Bücher, die man kennen sollte. Gute Bücher können nicht nur unser Denken und Fühlen, sondern unser ganzes Leben verändern."Sag mir, was du liest, und ich sage dir, wer du bist." Dieser bekannte Spruch hat ja seine Wahrheit. Ein kluger Mann nennt das Lesen "die große Medizin". Die Medizin Lesen sei ein Mittel gegen die Verödung der Seele, gegen die Orientierungslosigkeit, gegen die Ahnungslosigkeit und gegen das gefrorene Meer in uns.

Ich möchte Ihnen ein Buch empfehlen, das auf besondere und unvergleichliche Weise Medizin ist. Auch wenn Sie es nicht ganz durchlesen möchten, können Sie doch in ihm lesen. Sie ahnen es, ich meine die Bibel. Bitte erschrecken Sie nicht zu schnell. "Sie ist ja so dick", sagte mir eine Sekretärin, die sich auf Rat ihres Pastors einen Spruch für ihre Trauung heraussuchen wollte. Ich habe ihr dann gezeigt, wo sie ohne zu verzagen viele gute Worte für den schönen Anlass finden konnte.

Einen Krimi sollte man nicht hinten beginnen, dann ist der Reiz weg, doch die Bibel, in der übrigens viele spannende Geschichten stehen, darf man getrost mittendrin zu lesen beginnen. Ich kenne nicht wenige Menschen, die etwa durch das Johannesevangelium den Zugang zur Bibel und dann auch zum persönlichen Glauben gefunden haben. Andere sind beim Propheten Jesaja in das wunderbare Gebirge der Bibel eingestiegen. Dort haben sie Sätze entdeckt, die ihnen das Herz aufgeschlossen haben. Etwa den Satz im 43. Kapitel, Vers 1: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! " Das sind Worte, die kaum in der Zeitung zu finden sind und auch nicht in der Tagesschau vorkommen. Sie kommen von Gott. Und wir brauchen Worte, die wir uns nicht selbst sagen können.

Die Bibel hat es in sich. Gewiss ist sie nicht vom Himmel gefallen und nicht von Engeln diktiert worden, aber durch alle ihre Seiten geht ein Grundton: Gott hat geredet, er hat sich den Menschen bekannt gemacht und sucht auch durch die Worte und Geschichten der Heiligen Schrift hindurch bis heute den Kontakt zu uns. Davon erzählen die Frauen und Männer der Bibel.

Und es ist wie bei einem Brennglas, mit dem wir als Kinder spielten. Alle Strahlen der Bibel werden auf einen Punkt zusammengezogen, in dem ihre Botschaft komprimiert ist, nämlich auf Jesus Christus. Christen lesen ihre Bibel von diesem Licht her und machen dabei immer neue Entdeckungen.

Man sollte einfach einmal anfangen mit dem Lesen der Bibel. Schon aus allgemeinem Interesse, denn sie gehört zu unserer Kultur und taucht mit ihren Worten und Bildern auch ständig in unserer Sprache auf. Aber der eigentliche Nutzen liegt viel tiefer: Wenn einer in der Bibel liest, erfährt er überraschende Wahrheiten über sich selbst und vor allem über Gott, der sich uns in Jesus zugewandt hat. Die Bibel ist wie eine Quelle, aus der unablässig frisches Wasser strömt. Ich kann und will auf meine Bibel nicht verzichten.

Johannes Hansen