Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

   

Für alle, die unterwegs sind.

Buch zum Thema


     

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Johannes Hansen
Außenbords festmachen

Man muss gewiss nicht als Junge an Küsten, Häfen und Binnenseen aufgewachsen sein wie ich, um das folgende kleine Gleichnis zu verstehen: Wenn eine Jolle in einer lauschigen Bucht zu einem Klönschnack der Freunde bei Wurst und Bier liegen bleiben soll, wird der kleine Anker an seiner Kette über die Bordkante geworfen, damit er sich im Boden festhaken kann. Der Anker wird nicht ins Boot geworfen, dann treibt das Boot ab. Das Schiff wird außenbords festgemacht, also in einem Grund, der tiefer liegt.  

Wo und wie machen wir uns fest in unserem Leben? Wo habe ich mein Leben festgemacht? Es soll Leute geben, die es mit einem soliden Bankkonto versuchen. Andere haben sich um öffentliche Anerkennung mit Hilfe von zwei Staatsexamen und einem Doktortitel bemüht. Zwei bis drei Kinder zeugen, ein Buch schreiben und einen eleganten Wagen fahren ist eine anerkannte Alternative. Doch auch der solide Handwerker, ob Metzger, Bäcker, Schlosser, oder auch KFZ-Techniker hat sein durchaus anerkanntes Selbstbewusstsein. Bei alledem sei die Frage erlaubt, ob es sich um ein Festmachen außenbords handelt. Ich denke nicht daran, die schönen und wertvollen Begabungen und Gaben des Lebens schlecht zu machen, ich lebe doch selbst so gerne auf dieser Erde mit ihren Möglichkeiten. Doch muss die selbstkritische Frage erlaubt sein, ob unser Leben und Sterben ohne eine dankbare Gottesbeziehung gelingt? Kriegen wir es wirklich ohne Gott hin? Wohin es führt, wenn Menschen das versuchen, lässt sich mittlerweile am Zustand unserer Welt deutlich ablesen.  

Der Glaube macht sich außenbords fest. Durch das ganze Evangelium geht immer wieder dieser Grundton: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung, dass Alte ist vergangen, siehe Neues ist geworden.“ (Paulus) „Kommt her zu mir alle, die ihr müde und überlastet seid. Ich will euch froh machen.“ (Jesus)  »weiterlesen

Michl Graff
Glauben finden — im Zweifel?

Ach, die vielen Zweifel. Sind sie der Beweis für wenig Glauben? Oder wo liegt die Not? »Was macht den Philosophen? Der Mut, keine Frage auf dem Herzen zu behalten.« So sieht es Arthur Schopenhauer.

Wie kam es eigentlich dazu, die Kunst des Zweifelns dem frohen Gottvertrauen entgegenzustellen, so dass sich Gläubige ihrer Zweifel schämten und sie wie lästige Fliegen zu vertreiben suchten? Ich sehe im Zweifeln dieselbe Bewegung wie im Glauben. In beiden Fällen geht es mir um meine Suche nach Wahrheit und Leben. »weiterlesen