Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen





    

    

Das Motiv gibt es ab Oktober wieder im JAMarkt als Postkarte. Bild einfach anklicken.

Thema der Woche

Jürgen Werth
Gott kann alles. Außer mittelmäßig.

Gott kann alles. Nur eins nicht. Mittelmäßig. Was er tut ist gut. Sehr gut sogar. Was er ausrichtet, ist richtig. Völlig richtig sogar. Das beginnt bei der Schöpfung. „Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut!“ Kein Pfusch am Bau. Keine Kompromisse aus Kostengründen. Gut! Sehr gut! Dann der Mensch. Adam. Aus Erde vom Acker. Vom sehr gut geschaffenen Acker. Durch den Atem des Lebens zu einem lebendigen Wesen gemacht. Einmalig und unverwechselbar. Geborgen in Gottes Liebe. Und frei. Gut! Sehr gut! Und ich. Eine neue Schöpfung. Nicht einfach nur die Fortsetzung einer bewährten aber inzwischen ein bisschen in die Jahre gekommenen Kollektion. »weiterlesen

Johannes Hansen
Müll abladen umsonst

Auf dem städtischen „Entsorgungsplatz“ wurde eifrig Müll abgeladen. Auch ich war mit einem voll geladenen Auto hingefahren und schleppte unseren Müll über Eisenleitern hoch an den Rand der riesigen Stahlkisten. An jedem dieser Container steht geschrieben, was rein soll... Nach Beendigung meiner Aktion „Müll abladen“ fragte ich einen Mann im orangenen Overall, was ich wo zahlen müsse. „Nichts“, erklärte er lächelnd, „Müll abladen ist hier umsonst“. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. Wo gibt es heute noch was umsonst? Doch ich fuhr mit einem leerem Auto vom Hof dieser Anlage. Endlich war der Müll weg. Intellektuell anspruchsvolle Leser könnten ab jetzt die Nase rümpfen, wenn ich meine Gedanken mitteile, die ich auf der Rückfahrt im Auto hatte. »weiterlesen

Michl Graff
Der Herr des Webstuhls lächelte

Mein Lebensfaden: Nie hatte ich ihn in der Hand. Nie hätte ich ihn verlieren können. Der ihn mir gab, war für ihn zuständig: Gott, der Herr des Webstuhls. Solange er wollte, gab er mir Faden. Solange er einen Sinn in meinem Gewebe erblickte. Als ich bemerkte, wie kurz der Restfaden war, bekam ich's mit der Angst, und versuchte, möglichst viel mit möglichst wenig Faden zu fertigen. Mein Gewebe wurde immer haltloser. Da gab man mich in Pflege. Das bisschen Faden war gerade noch gut genug für mich allein. Ich hielt mich an ihm fest und verzichtete auf weitere Produktion. Ich wurde Raupe. Ich wurde Schmetterling. Und siehe, alles war gut. Der Herr des Webstuhls lächelte. Denn der Sinn meines Lebens war größer als der Sinn meines Gewebes. »zum Artikel