Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen



Und für alle, die unterwegs sind, das Buch zum Thema:



    

    

Johannes Hansen
GOTT – ein schweres Wort.

Ich verstehe, dass ein Mensch Probleme mit diesem Wort hat. Es ist ja zunächst nur eine Vokabel mit vier Buchstaben. G/0/T/T kann irgendwas und alles Mögliche sein. „Gott“ kann wie ein Eimer sein, in den man jeden Dreck dieser Erde gefüllt hat, oder auch kostbare Flüssigkeiten wie reines Wasser und kostbaren Wein.

Doch wir brauchten einen Gott, der zu uns passte. Also machten wir uns einen Gott auf Passform zurecht. Schon immer wurde er für den Sieg über die jeweiligen Feinde in Anspruch genommen - beiderseits versteht sich.

Die Kritiker des Gottesglaubens verstehe ich gut, weil das Wort Gott eines der am meisten misshandelten und missbrauchten Worte der Weltgeschichte ist. „Gott sei Dank gibt es nicht, was 60 bis 80 Prozent sich unter Gott vorstellen.“ (Karl Rahner)

Was also meinen die Christen, wenn sie sagen: „Ich glaube an Gott“.

Kein metaphysisches Gespenst jenseits der Sternennebel. Kein gegen die Filmwand unseres Unterbewusstseins gespiegeltes Bild unserer Ängste, Sehnsüchte und unerfüllten Hoffnungen. Kein in einem Bild unserer Welt fassbares Gottesbild. Das ginge voll gegen die Bibel selbst. »weiterlesen

Michl Graff
Das Wörtchen "Gott"

Sparsam verwenden, nicht wie Senf überall dazugeben, nicht als Sauce für geschmacklose Lebenserfahrungen (»Da haben wir den Salat! Da kann nur Gott noch helfen!«), nicht als Lokomotive vor Parteien, Stimmungen, Staatsbankrott missbrauchen, nicht als Zuckerguss für Gefühle, nicht als Keule für solche, die anders sind, anders denken, überhaupt nicht als Ersatzwort einsetzen. Sparsam verwenden. Vielleicht besser gar nicht für geraume Zeit. Vielleicht nur an bestimmten Tagen, bei bestimmten Leuten, bei Leuten, die vorsichtig damit umgehen, die noch wissen, was ein Wort kostet.

Angesichts religiöser Texte und kirchlicher Verlautbarungen, allmorgendlich in gewissen Radiominuten, gelegentlich bei Politikern und Verwandten, bei Betriebsweihnachtsfeiern, wird mir ganz schlecht, wie oft und unbesorgt »Gott« gesagt wird, einfach so. »weiterlesen