Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

    

Für alle, die unterwegs sind.


Buch zum Thema

     

Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Denn der Herr ist nahe. (Philipper 4,4-5)

Michl Graff

  Frohmachende Nähe

Geburtstagseinladung. Alles ist angerichtet. Gleich müssen sie kommen, auf die ich mich freue. Unruhige Blicke, Zusammenzucken bei jedem Autogeräusch, Herzklopfen, Vorfreude. Schon mal die Kerzen anzünden, an der Tischdecke zupfen, den Burgunder Ochsentopf umrühren und weiter köcheln lassen. Winzige Verspätungen wie Ewigkeiten, und endlich die Ankunft. Wie ihr euch verändert habt, älter sind wir geworden, schön, dass wir uns endlich wieder sehen.

Nähe, die frohmacht. Nähe aus großem Abstand geboren. Freude, die nur deshalb so stark ist, weil immer Nähe war, Nähe trotz Entfernung. Was der Apostel sagt, muss man uns eigentlich nicht zweimal sagen, dass wir uns nämlich freuen auf den nahen Herrn. Ist er nur nahe oder ist er schon da? Was heißt da "nur", was heißt da "schon"? Seit ich Advent erlebe, und das geht ein Leben lang, ist der sehnsüchtig Erwartete immer nahe, und so ist er da. Immer bin ich am Kerzenanzünden und höre mein Herz klopfen. Immer muss ich die Dinge köcheln lassen. Immer ist Advent. Nur manchmal feiern ist Weihnachten. Nur manchmal ist Karfreitag. Aber immer ist Advent.

"Wer mit der Hoffnungsbotschaft des Advent direkt auf das große Fest zugeht, der kann den Christusglauben ganz neu als Entkrampfung und Erfrischung seines inneren und äußeren Lebens erleben."

Johannes Hansen

 Jetzt wird es echt Weihnachten

Nun sieht man sie wieder in den Geschäften und Kaufhäusern, die Mütter und Väter, die Omas und Opas. „Süßer die Kassen nie klingen, als in der Weihnachtszeit.“ Und warum auch nicht? Niemand soll der Gewinn versauert werden. Wie sehen wir selbst unser Einkaufen der Weihnachtsgeschenke? Welche Motive bestimmen uns beim Kaufen? Irgendwo ahnt mancher noch wie aus großer Ferne und durch den Gemütsnebel hindurch, dass Weihnachten es mit der Erwartung und der Geburt des Heilandes zu tun hat. „Gott ward Mensch, dir Mensch zugute.“ 
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