Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

    

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Johannes Hansen
Die Ware Weihnacht

Jetzt sind wir mitten auf der Rennstrecke der vorweihnachtlichen Tage. So nach und nach dudeln in den Kaufhäusern schon wieder die Lieder aus den Lautsprechern. Die Stille Nacht ist nicht ganz so heilig, wie der Dichter es sich gedacht hat. Doch wer hört schon genauer hin, Hauptsache es fördert die rasche Öffnung der Geldbörsen und den schnellen Griff zur Scheckkarte. „Süßer die Kassen nie klingen“, als in der (Vor)-Weihnachtszeit. Ich mag Christen und Heiden eigentlich nicht um den Genuss dieser Tage bringen. Doch hier ist die rote Ampel angesagt. Das muss nicht mit zornigen Augen geschehen, es kann sogar wie bei dem geistvollen Schweizer Theologen und Literaten Kurt Marti in einem klugen Satz geschehen, der schmunzeln lässt: „Die Ware Weihnacht ist nicht die wahre Weihnacht.“ Was ein Buchstäblein doch ausrichten kann. »weiterlesen

Michl Graff
Andacht vor dem Blumentopf

Sie brauchen mehr Licht. Frau Roblusch kennt sich da aus. Und ich hatte mich schon gewundert, weshalb die Stengel ihre Hälse so sonderlich reckten und streckten. Das ganze Blumentöpfchen sah mittlerweile traurig aus, unnatürlich. An diesem Standort hat der vierblättrige Klee als Topfpflanze keine Chance. Unverdrossen strecken sich alle Zweige zum Licht hin, aber vergeblich. Es liegt nicht am Wasser. Es liegt am Licht. Wir werden sie retten, sagt Frau Roblusch, und schneidet unerbittlich alle ab. Dann kommt der Topf ins Südfenster. Es lag wirklich nicht am Wasser. »weiterlesen