WICHTIG!

Wegen technischer Probleme können wir zurzeit keine neue Wochens-Ausgabe erstellen. Tut uns sehr leid! Wir arbeiten intensiv daran!

Für alle, die unterwegs sind.


Wenn

die Richtung nicht stimmt,
hilft nur ein Kurswechsel:
Anhalten und umkehren
und neu beginnen.

Alles auf Anfang.
Alles auf Leben.
Alles auf Gott


Text: Jürgen Werth

Johannes Hansen

„Ich lasse mich nicht bekehren.“

"... Das Wort Bekehrung gehört zum wichtigsten Wortbestand der Bibel und stand - wie bei den Propheten - so auch bei Jesus im Zentrum der Predigt. Doch da war nichts von Fanatismus und Entwürdigung des Menschen, es ging voll um ein befreites Leben. In der bewussten Bindung an Gott treten wir ein in das Reich der Freiheit. So geht es weiter bis heute. ..."

Meine Mutter – Gott hab sie selig – hatte eine Allergie gegen Primeln. Kam sie auch nur entfernt mit dem Blütenstaub einer Primel in Berührung, wurde ihr ganzes Gesicht rot und heiß. Die Allergie klang erst nach Tagen wieder ab. Damals fehlten noch die heute wirksamen Medikamente. Kam unsere Mutter in ein Haus, in dem sie eine Primel sah oder vermutete, wurde sie nervös, oft auch laut und verließ sozusagen fluchtartig das Gelände. Wir Kinder schämten uns manchmal für unsere Mutter, doch wir verstanden sie auch, wenn wir an ihre lästige Erkrankung dachten.
 
Wie es Mutter mit der Primel ging, ergeht es vielen, wenn sie bestimmte Worte der Bibel und des Glaubens hören. Sie bekommen sozusagen eine seelische und geistige Allergie und setzen sich ab. Die Worte „Buße“ und „Bekehrung“ haben in dieser Kategorie absoluten Vorrang.
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Michl Graff
Suchen. Versuchen. Besuchen.

Mein Herz denkt an dein Wort: "Sucht mein Angesicht!" Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. (Psalm 27,8)

Gott suchen? Man müsste die richtige Versuchsanordnung wissen. Man müsste Gott versuchen. Du weißt aber, dass es verboten ist. Trauen wir uns nicht? Oder ahnen wir bereits im Ansatz das Scheitern?
Radikale Zweifler und radikale Gottgläubige wollen wissen, wie weit man gehen kann und muss. Der verlorene Sohn probiert aus, was draußen so alles passiert. Dass er eines Tages heimkehrt, lehrt uns nicht den Unsinn solcher Eskapaden, sondern die Kraft, im Scheitern umzukehren, jedenfalls nicht zu verzweifeln.
Eine bekannte jüdische Anekdote weiß, wie traurig Gott in seinem Versteck wartet, weil ihn keiner sucht.
Weil ich etwas gebacken habe, will ich, dass es jemand versucht. Weil ich zuhause bin, will ich, dass mich jemand besucht. Weil ich mich verstecke, will ich, dass mich jemand sucht. Ich kann Gottes Traurigkeit gut verstehen.