Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen

Für alle, die unterwegs sind.


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Vom Himmel
auf die Erde
in den Himmel

Jesus

Und wir
Mit ihm                                                                      Text: Jürgen Werth

Johannes Hansen
Der Gekreuzigte lebt.

Große Aufregung schon früh am Ostermorgen. Frauen eilen zum Grab, um „hinzugehen ihn zu salben.“ Was die Pietät und Liebe zu einem Gestorbenen forderte. Also etwas durchaus Bekanntes und eigentlich auch irdisch Gewöhnliches. Sie hatten schon manchen Toten nach Sitte des Landes gesalbt und in Tücher gehüllt.

Wenn auch der Tod Jesu am Kreuz alle bisherige Trauer ihres Lebens weit überschritt. Jesus ist tot, Jesus ist tot, so ging es von Mund zu Mund in Jerusalem. Viele verzagte Menschen waren erschrocken, denn er hatte sich immer auf ihre Seite gestellt. Unbekümmert durchbrach er die Grenzen zwischen arm und reich, fromm und unfromm, moralisch und unmoralisch. Doch nun war Jesus – die Hoffnung der Armen und Verachteten – tot. Furchtbar hingerichtet, schlimmer ging es nicht. »zum Artikel

Michl Graff
Ein Grab ist ein Grab.
Er aber ist uns voraus

So fängt Ostern an: Das Grab ist ein Grab. Und das Grab ist leer. Blumen und Salben kann man bei den Grabwächtern abgeben. Aber nicht die Hoffnung.

Dabei würde das manchem Spötter gut ins Konzept pas­sen. Die Kirchen als Gruften? Da musste nicht erst Nietzsche deutlich werden. Dass man uns Christen Totenstarre und Verwesungsduft zutraut, sollte uns nachdenklich machen. Manches im Ritual erinnert an Ehrenwachen, und ein toter Glaube macht keine Sperenzchen.

Aber Ostern beginnt eben genau damit, dass uns die Blümchen für den toten Jesus in der Hand welk werden. Im Grab ist er nicht. Das ist der erste Schock. Und wo ist er dann? Uns voraus nach Galiläa? Also auf nach Israel mit den Bibelreisen! Aber so fahren wir von Denkmal zu Denkmal. Und immer ist er uns voraus. Wir erfahren am Ostermorgen nur, wo er mit Garantie nicht ist: im Grab. »zum Artikel