Als Jesus sah, dass sie folgten, fragte er: Was wollt ihr? Sie sagten: Wo wohnst du? Er aber antwortete: Kommt und seht! »weiterlesen


Jesus Christus - ein Überblick

Jesus wird geboren
Der Ort:
 Bethlehem, eine Stadt in Judäa, zehn Kilometer südlich von Jerusalem.
Das Ereignis:
 Eine bekannte Geschichte – kein Raum in der Herberge; Hirten; ein Stern; drei weise Männer; ein Kind; geboren in einem Stall – es ist die Geschichte, die dem Weihnachtsfest zugrunde liegt.
Die Bedeutung:
 Es gäbe kein Neues Testament und keinen christlichen Glauben ohne dieses Kind, das in Bethlehem geboren wurde. Das Ereignis ist so bedeutsam, dass man den Beginn einer neuen Zeitrechnung hier ansetzt (die Zeit vor Christi Geburt – die Zeit nach Christi Geburt).

Jesus beginnt sein Werk
Die Orte:
 Jesus beginnt sein Werk in Judäa. Aber schon bald zieht er nach Galiläa, wo ihm sehr schnell viele Menschen folgen. Das Zentrum seiner Aktivitäten ist Kapernaum.
Die Ereignisse:
 Jesus heilt Kranke, redet von Gott, sammelt zwölf Männer in seinem engeren Kreis um sich; seine Wundertaten und seine radikalen Reden erregen Aufmerksamkeit – nicht zuletzt bei der Obrigkeit.
Die Bedeutung:
 Innerhalb von kaum drei Jahren verursacht Jesus eine nicht geringe Unruhe – was er tut und sagt, verändert das Leben vieler Menschen. Er kommt nie weiter als 150 Kilometer über seine Heimatstadt hinaus, aber die Botschaft, die er verkündet, breitet sich über die ganze Welt aus. Und noch heute, zweitausend Jahre später, verändert sie das Leben von Menschen.

Hingerichtet und wieder zum Leben erweckt
Der Ort:
 Jerusalem; eine Müllhalde, genannt Golgatha
Die Ereignisse:
 Der Sanhedrin (die oberste, religiös ausgerichtete, jüdische Behörde) beschuldigt Jesus der Gotteslästerung. Sie besitzt jedoch nicht die Macht, ihn wie beabsichtigt zum Tode zu verurteilen. Die hat sich die römische Besatzungsmacht vorbehalten. Nach einigem Taktieren gelingt es ihnen, Pilatus, den römischen Statthalter, zu überreden, das Urteil zu vollstrecken. Jesus wird zwischen zwei Verbrechern an ein Kreuz gehängt. Nach sechs Stunden ist er tot und wird in ein Grab gelegt, das aus einem Felsen herausgehauen wurde. Ein großer Stein versperrt den Eingang.
Aber drei Tage später ist das Grab leer, und Jesus begegnet als Lebendiger vielen seiner Freunde. Zwei Monate nach seiner Kreuzigung verkündigen die Jünger mutig und kraftvoll, dass Jesus lebt. Sie sind bereit, Leiden und sogar den Tod für ihre Überzeugung in Kauf zu nehmen.
Die Bedeutung:
 Der christliche Glaube steht und fällt mit der Auferstehung Jesu. Sie ist der Höhepunkt im Heilsplan Gottes zur Rettung der Menschheit. Seine Auferstehung öffnet uns den Durchgang vom Tod in das ewige Leben bei Gott. Etwas Bedeutungsvolleres als dieses Ereignis lässt sich wohl kaum denken.

Klaus-Jürgen Diehl